Traumhochzeit in Afrika

Unsere Traumhochzeit auf einer einsamen Insel vor Madagaskar mit fremdländischem Brauchtum, Zecherln im Sand und fangfrischem Lobster aus dem Meer. Folgt uns ins Paradies, wo das Wasser noch glasklar und der Himmel blau ist, die Korallen bunt und die Strände einsam sind. Spielen wir mit Makis und genießen den einzigarten Duft Afrikas – geschwängert mit Ylang Ylang-Blüten und Frangipani. Es war ein langer Weg nach Afrika : 9 Jahre und knapp zwei Monate – die letzten 24 Stunden davon war die Anreise von Wien via Frankfurt und Johannesburg nach Nosy Be. Von der Insel nordwestlich von Madagaskar ging es dann noch einmal per Boot nach Tsarabanjina, wo wir den Bund fürs Leben besiegelten. Das lange Warten hat sich gelohnt.

Alle Ankommenden werden vom Hotelpersonal auf das Freundlichste begrüßt. Auf der kleinen Insel gibt es nur eine Bar, im ersten Stock ein Restaurant, kaum WLAN, kein Fernsehen. Das Resort besteht aus 25 Hütten – also ein ideales Eiland fernab vom Masentourismus, das vor Romantik nur so trieft.

Tsarabanjina. Hier gibt es einen Begriff, den man ständig hört und der uns besonders gut gefällt. Mora mora. Heißt so viel wie: langsam langsam, nur keine Eile, chill und relax. Na gut, machen wir. Und ab und zu ein kleiner Ausflug mit dem Katamaran zu benachbarten Inseln, viele davon gar unbewohnt, ein wenig schnorcheln,  viel sonnenbaden, ein bisschen mit dem Makis spielen. Eine traumhafte Urlaubswoche mit unseren Trauzeugen – und dazwischen ein bisserl heiraten.

Eindrucksvoll der Katameran-Trip auf die Nachbarinsel Nosy Mitsio mit seinen Organic Pipes und Nosy Komba, da wo die Makis wohnen. Hier lebt man Naturgeschichte. Die Steinformationen, die wie Bretter aussehen, stammen aus der Kontinentalspaltung von vor 180 Millionen Jahren, als der südliche Urkontinent Gondwanaland auseinanderbrach und Südamerika, die Antarktis, Australien, Afrika, Madagaskar und Indien entstand.

 

No Shoes – No News. Eine Woche fernab einer hektischen Welt. Statt Fernseher gibt es eine herrliche Fernsicht, beispielsweise auf die vier Felsen vor der Insel – die vier Brüder. Bis zum großen Tag, es war der 1. Juni 2017, haben wir also noch genügend Zeit, die Umgebung zu erkunden. Madagaskar – die viertgrößte Insel der Welt – beherbergt Pflanzen und Tierarten, die nur hier vorkommen. Besonders die Makis, hierzulande als Lemuren bekannt, haben es uns angetan. Von den 93 Arten befand sich auf Nosy Komba zwar nur eine, aber die war putzigt. Männchen sin schwarz und sehr kuschelig, die Weibchen bezaubern in hellbraun.

Und dann: endlich der große Tag. Um 16 Uhr plantschten wir noch auf des Meeres und der Liebe Wellen, dann richtete ich mich kurz her. Einen Friseur gab es auf der Insel natürlich nicht. “Mora mora” , alles keine Problem, we are happy in Africa. Die Zeremonie hätte an sich eine “Respektsperson”, die älter ist als wir, vornehmen sollen. Aber der Guru hatte eine eitrige Zahnentzündung. Mora mora. Macht ja nichts. Gideon, unser Aktivity-Manager, fand ebenso berührende Worte und hätte ohnehin übersetzt.

Es war zum Heulen schön – und genau das haben wir während unserer Trauung auch getan. Das Licht, die Musik, die Liebe, die schönen Worte, das Bekenntnis. Alles war so ergreifend. Anders als in Europa schreibt man sein Gelübde – eine Liebeserklärung an seinen Ehepartner –  auf einen Zettel, der in eine Kokosnuss gesteckt und während einer Bootsfahrt in den Sonnenuntergang im Meer versenkt wird. Mit dabei: unsere lieben Trauzeugen und Gideons Hotel-Band, die madegassische Liebeslieder gesungen hat.

 

Ach ja, und noch ein Wort haben wir gelernt. Wenn man sich zuprostet, sagt man Gas Gas! Das musste man uns nicht zweimal sagen 🙂

Und dann segelten wir im wahrsten Sinne des Wortes in den Hafen der Ehe. Die Kokosnüsse mit unseren Gelübden haben wir erfolgreich im Meer versenkt. Einen Wunsch darf ich schon mal verraten: wir würden gerne wieder nach Tsarabanjina zurück kehren. Dieser Ort wird uns für ewig in Erinnerung bleiben.

Es grüßen die frisch Vermählten: Marion & Wolfgang Nachtwey

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