One Night in Bangkok – aber, aller guten Dinge sind ja bekanntlich 3!

Während ich diese Zeilen schreibe und noch einmal unsere außergewöhnliche Hochzeitsreise Revue passieren lasse, juckt es mich sehr, bereits den nächsten Trip dorthin zu planen. Doch das wird noch ein Weilchen dauern. Jetzt waren wir schon zum dritten Mal in Thailands Hauptstadt, aber fad wird einem dort nie. Ein guter Mix aus Altbekanntem und neu zu Entdeckendem. Follow me … the nights in Bangkok!

Blick vom Avani+ auf die pulsierende Ader durch Bangkok – den Chao Praya

Ich persönlich wohne am liebsten am Fluss – der Chao Praya ist die pulsierende Wasser-und Lebens-Ader durch Bangkok. Beim Buchen genau darauf achten, sich möglichst weit oben zu betten, denn der Blick aus den Federn direkt auf die Skyline der City ist der beste Apero fürs reichhaltige Frühstücksbuffet. Alle Riverside-Hotels verfügen über einen Gratis-Boot-Shuttle zum Sathorn Pier, von wo aus man auf alle weiteren Fluss-Linien sowie den Skytrain umsteigen kann.

Shuttleboat zum Sathorn Pier – vorbei am Vergnüngspark & Nightmarket Asiatique

Da ich auf Fernreisen meist kein “schönes Gwand” und schon gar keine High Heels mithabe, mieden wir bisdato einen Nightcap in Bangkoks berühmten Rooftop-Bars. Zu den angesagtesten zählen die Moon-Bar im 61. Stock des Banyan Tree, die relativ neue Attitude im Avani+ (wo wir gewohnt haben) und die derzeit höchst gelegene – die Sirocco-Sky Bar am Dach des Lebua State Tower in 250 m Höhe, bekannt aus dem Junggesellen-Abschieds-Kino-Kracher “Hangover2”. Wir warfen nur einen Blick darauf und checkten in der darunter liegenden, weit ruhigeren Breeze-Bar des Gebäudes mit der Goldenen Kuppel ein. Schön wars, auch schön teuer!

What a View! Bangkok by Night @Lebua Sky Bar
Und nein, wir hatten keinen Hangover – Cocktailpreise eher geschmalzen!

Es ist zwar ein Tschin Bumm-Viertel, aber ich mag irgendwie die abgefuckte Athmosphäre in Patbong. Das Angebot am Night Market ist mittlerweile entbehrlich, die teuren Fake-Läden muss man boykottieren. Die Preise sind ein Verbrechen für das, was es ist. Fixel-Ware. Schnell vorbei an den grauslichen Nudie-Bars, im Gay-Quater ist es viel netter. Sitzen und Leute schauen – wie überall wuzeln sich tausende Touristen durch die Straßen. So auch auf der Kaosan-Road, die einst der junge Leonardo DiCaprio im cineastischen Nachschlagewerk für Aussteiger – The Beach – berühmt gemacht hat. Backpacker sieht man nur noch vereinzelt, hauptsächlich Touris, denen das quirlige Treiben zum Bier schmeckt. Hier war übrigens auch der einzige Platz, an dem gegrillte Skorpione und Taranteln am Spieß feilgeboten wurde. Wähhhh!

Kaosan by Night, laut, bunt, voll!
Aber auch hier gibt es chillige Oasen zu finden – wie die Buddy Wine Bar!

Mit Kulturprogramm will ich euch nicht geiseln, Königspalast und Wat Pho-Tempel mit dem großen liegenden Buddha samt bester Thai-Massage-Schule der Welt (unbedingt ausprobieren, Wartezeit ist nicht sonderlich lange) findet ihr tausendfach auf anderen Blogs. Nur den Wat Arun nehme ich hinein, weil wir ihn zum ersten Mal besuchten.

Wat Arun – der Tempel der Morgenröte
Kiss me, Honey Honey, kiss me!
Wer will, kann den 80 Meter hohen Turm Phra Prang erklimmen – traumhafter Blick!

Ein echt lässiges Viertel ist genau gegenüber dieses Tempels, wiewohl man gar nicht so leicht rüberkommt. Es gibt zwar direkt eine Fähre, aber da stehen die Leute Schlange und man hält besser Kleingeld bereit, denn wechseln können sie nicht. An der Waterside finden sich Boutique-Hotels und entzückende Restaurants, wie z. B. das ganz neu eröffnete Chom Arun.

Sunset im Chom Arun mit Blick auf Wat Arun

Und nun zum Eigentlichen. Wer in Bangkok ist, wird vermutlich shoppen wollen. Die drei Einkaufstempeln Siam Center kennt jeder, ebenso den MBK, dessen Angebot auch nicht mehr ist, was es einmal war.

Die Thais treiben es auch bei der Auslagengestaltung gerne bunt – Siam Center
Der Weekend Market Chatuchak, ein Erlebnis!
Marktstandln, soweit das Auge reicht – Chatuchak hat eine eigen Sky Train Station

Keine Ahnung, warum wir es erst beim 3. Mal schafften, aber Chatuchak, der Weekendmarket, ist ein Hit. Ausgeschlafen und gechillt hinkommen, denn selten habe ich etwas Größeres gesehen. Unendliche Gänge, überforderndes Angebot, man bekommt hier alles – vom lebenden Huhn bis Tourikitsch. Da muss ich unbedingt wieder hin. Ein, zwei Skytrain-Stationen entfernt, etabliert sich gerade ein neuer Hotspot – das Ari Viertel. Hier wohnen wohlhabende Leute in gepflegten Häusern und Anlagen, es locken kleine Shops und nette Lokale – mit einem leicht europäischen Touch, auch wenn die Köstlichkeiten vorwiegend lokal sind.

Kleine Passage im Ari-Viertel, bisschen Bobo!
Nach der fetten Beute am Markt ein Einkehrschwung im Ari-Viertel

Ende 2018 hat am Chao Praya eine neue Pilgerstätte für Shopaholics eröffnet – das IconSiam.

Am Weg zum IconSiam grüßt die Goldene Kuppel der “Hangover”-Bar

Ein guter Ort, um ein wenig abzukühlen. Neben den typischen Luxus-Shops und globalen Marken, ist vor allem der Keller ein Erlebnis. Hier hat man sozusagen das “traditionelle” Thailand auf Mini-Disneyland nachgebaut. Mit Streetfood, Booten und Kanälen, Folklore-Tanzshows und (nicht echten) Elefanten. Das Essen war aber sehr gut!

Luxusmeile im IconSiam
Gewaltige Architektur im neuen Shopping Mekka IconSiam
Sogar Flüsse wurden nachgebaut in der “Fressmeile”
Leider der einzige “Elefant”, den ich in 3 Wochen Asien gesehen habe

Ja, über die Kulinarik habe ich diesmal nicht so viel zu erzählen. Wir haben einfach wenig ausprobiert, waren meist zu Mittag auf einen Snack und abends hatten wir auch keinen großen Hunger, da wir gerne outdoor sitzen – und da ist es schwül und heiß. Daher: beim nächsten Bangkok-Aufenthalt werden wir wieder etwas zum ersten Mal probieren, nämlich chick essen gehen. Es gibt genug preisgekrönte Lokale wie das Gaggan, das Gaa und während ich diese Wörter schreibe, wird bestimmt gerade der nächste Maître gehypt.

Ein letzter Ausblick auf den Chao Praya – Terrasse des Anantara

Bye bye du quirliges, aufregendes Bangkok, du warst ein wunderbarer Abschluss unseres traumhaften Honeymoons, der nie enden soll – auch wenn die Reise längst vorbei ist. Küsschen, Eure Bride Mary on tour!

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