Dritter Hochzeitstag – eine Zeitreise auf unsere Wedding-Insel Tsarabanjina. O happy, happyAfrika!

Mora mora! Zwei Wörter hört man unentwegt auf Tsarabanjina: “Mora mora” – ganz laaaangsam, easy, alles kein Problem. O happy Africa! Und “tsara”, was so viel wie schön bedeutet. Daher stammt auch der Name der Insel. Tsarabanjina, die Schöne. Und das ist sie wahrlich.

Die Privat-Insel, auf der sich die Hotelgruppe Constance mit 25 Hütten niedergelassen hat, ist ca. 1 Boots-Stunde von der Nord-West-Küste Madagaskars und 44,5 km von der Insel Nosy Be (wo wir von Wien via Johannisburg gelandet sind), entfernt. Genau der richtige Ort, um mit Zecherln im Sand den Bund fürs Leben zu schließen. Aber vorher lade ich euch ein,  mit uns den Zauber out of Africa zu erkunden. Z. B. die Organic Pipes.

Organic Pipes! Mit dem Hotel eigenen Katamaran schippert man die Umgebung ab – ein wahres Naturspektakel. Am Weg auf die Nachbarinsel Nosy Mitsio überwältigten uns die Organic Pipes. Die einzigartigen Steinformationen, die wie Bretter aussehen, stammen aus der Kontinentalspaltung vor 180 Millionen Jahren, als der südliche Urkontinent Gondwanaland auseinanderbrach und Südamerika, die Antarktis, Australien, Afrika, Madagaskar und Indien entstand. Könnte aber auch noch länger her gewesen sein.

Oder man shippert auf Nosy Komba, da wo die putzigen Lemuren wohnen. Bei uns gab es von 93 Arten zwar nur die eine, aber sie fraßen uns (dank der Guides) förmlich aus der Hand. Männchen sind schwarz, die Damen kommen in braun daher.

Nur wenige Touristen und Standln stören dieses Idyll – und das ist gut so. Wer mal in der Gegend ist, hier ist einer der berühmte Ort, wo der Pfeffer wächst, ha ha!

Lunch auf Nosy Komba

No Shoes, no News! Ich glaube, den Begriff verwende ich öfters, aber für uns ist das der Inbegriff von Traumurlaub. Auf Tsarabanjina gibt es keine Zeitungen, statt fernsehen schaut man wirklich in die Ferne – z. B. auf die “Vier Brüder” – die vier Felsen in der Mitte des Bildes (u.). Von einem Friseur oder gar offiziellen Fotografen für die Hochzeit war keine Rede. Bis wenige Augenblicke vor der Zeremonie, wusste ich auch nicht, wie mein Brautstrauß aussehen wird. Mora mora … es war ein wunderschönes Bouquet aus duftenden Frangipaniblüten.

Chill & marry! Man hält es hier gut eine Woche aus. Ein paar Ausflüge, schnorcheln, relaxen, lieben, leben, lachen – und dazwischen ein bisserl heiraten. Und tatsächlich plantschten wir an diesem 1. Juni 2017 bis 16 Uhr auf der Meeres und der Liebe Wellen, sahen zu, wie unser Wedding-Diner ankam und der Tisch am Beach aufgebaut wurde, ehe wir gegen 17.30 Uhr forever Yes zueinander sagten.

Die Zeremonie. In Madagaskar heiratet man nicht auf einem Standesamt, es herrschen alte Rituale statt bürokratischer Gesetze. Eine Respektsperson, meinst der Dorfälteste – zumindest aber älter das Brautpaar, spricht die Worte. Nennen wir ihn Guru.


Waiting for the Bride. I sag’s gleich, ich war nicht schuld, dass es eine Verzögerung gab!

Es war nämlich so, dass der mystische Mann, der aus Nosy Be oder Madagaskar hätte kommenn sollen,  ganz weltliche Probleme hatte. Eine eitrige Zahnentzündung – und so musste Gideon einspringen, unser Activity Manager, der das zuvor noch nie gemacht hat und obendrein um einiges jünger ist als wir. Er war aufgeregt, wir waren hingerissen. Es wurde gelacht, getanzt und geweint. Wie es sich gehört!

Gideon – unser Wedding-Guru

Als Überraschung formierte sich aus dem Hotel-Personal eine Wedding-Band, die madegassische Liebesweisen in den Abendwind sang. Zum Plärren schön …

So viele Bilder  habe ich noch nie von der Hochzeit gezeigt, aber nach drei Jahren holt einen schon manchmal die Sentimentalität ein. Und da wir ja nur mit unseren Trauzeugen dort waren (und erst danach in Wien mit Familie und Freunden offiziell mit Standesbeamtin geheiratet haben), wäre es doch schade, diese Momente der Ewigkeit, der Liebe und des Glücks nicht zu teilen.

Nach der Trauung segelten wir dann im wahrsten Sinne des Wortes mit dem Kat in den Hafen der Ehe, versenkten unsere Gelübde in den Kokosnüssen und feierten bis in die frühen Morgenstunden eine madegassische Nacht!

Für uns war dies der Inbegriff einer Traumhochzeit. Es war einfach so stresslos und romantisch, aber das kann eh jeder nur für sich entscheiden. Auf alle Fälle freuen wir uns, wenn wir unsere Hochzeitsinsel – vielleicht zum 5. Hochzeitstag – wieder besuchen können – dann aber mit ausführlichem Trip nach Madagaskar.

Küsschen, eure Nachtweys – Bride Mary on a Sentimental Journey

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