Zak zak zak nach Zakynthos! Was für eine Bucht, äh Wucht!

Welch Reiseanbieter auch immer für Griechenland wirbt. Es gibt genau zwei Motive. Erstens: die weiß-blaue Skyline über der Caldera von Santorin, oder zweitens: die blitzblaue Bucht mit einem Schiffswrack inmitten einer spektakulären Schlucht auf Zykanthos. Die Shiprweck Bay ist aber nicht der einzige Grund, um die Mittelmeerinsel zu erkunden.

Die Postkarte aus Zakynthos!

Ich kann euch sagen, mein kleiner Reise-Blog “Bride Mary on Tour” war ganz schön sauer auf mich. Satt trifft es nicht, da ich ihm ja kein neues Futter gab. Nun, endlich gewann man im Juni 2021 ein wenig Reisefreiheit zurück. Für diejenigen, die den Eintrag zufällig in 60 Jahren entdecken: 2020/21 – und man weiß nicht genau, wie lange noch – tobt eine Pandemie namens Corona über den Globus. Allen in der Gegenwart: Lust auf kleine Rundreise durch Zakynthos?

Makris Gialos – eine der vielen attraktiven Buchten auf Zakynthos.

Makris Gialos Wie immer in Griechenland, nehmen wir uns ein Quad, damit kommt man bequem über Stock und Stein. Erster Stop: Makris Gialos. Links und rechts von mir feine Badeplätze. Ich empfehle den rechts von mir (unten im Bild) mit Liegen und originellem Getränke-Service.

Die Makris Gialos Bucht. Hier kommen die kalten Getränke per Seilzug.

Potamitis Nach einem kurzen Kaffeestop in Agios Nicolaios  (von hier stechen viele Ausflugsboote zur blauen Grotte + Schiffswrackbucht in See) rumpelt unser Quad  Richtung Blue Caves. Vom Festland aus nicht einsehbar, aber dennoch ein klasser Blick auf blaues Wasser, für dessen Schattierung ich im Laufe des Berichts noch viele kreative Bezeichnungen finden werde. Wie wär’s mit Aquamarinblau?

Der Göttergatte in Potamitis – Eingang zu den Blue Caves, die man nur per Boot erreichen kann.

In dem Teil, wir fahren Richtung Norden,  gibt es eigentlich keine Hotels mehr, nur kleinere Siedlungen, dafür aber sehr schöne Häuser.  Die Landschaft wird zunehmend schroffer und gebirgiger. Ganz viel Macchie sorgt für eine grüne Optik zum türkis-smaragdgrün schimmerndem Meer.

Auf dem Weg zur Shipwreck Bay kamen wir noch an einem kleinen Kloster vorbei – das Monastery St. George Kremnon. Wenn ihr mitten auf der Straße einen Esel (gehört natürlich zum Griechenlandimage dazu) und einen Stand mit Getränken sieht, dort ist es.

Monastery St. George Kremnon

Den Foto-Point für die Wrack-Bucht zu finden, war ohne Fähnlein Fieselschweif-Abzeichen (wir haben beide kein Pfadfinder-Diplom) gar nicht so einfach. Hier und da ein Wegweiser wäre keine Verschwendung. Im Normalfall weisen einem die vielen Touristen den Weg, doch die fielen im Juni ’21 noch weg. Man stellt sich dann in einer Schlange an (wir nur ganz kurz), um an genau diesem Punkt Fotos zu machen, die das Meistwerk der Natur auf einem Selfie einfangen.

Fotopoint Shipwreck Bay. Was für ein kobaltblau!

Porto Limnionas Achtung! Jetzt verrate ich euch einen meiner Lieblingsplätze.  Porto Limnionas befindet sich auf der Westseite von Zakynthos, wo Felsen und Grotten eine Art Fjord umspielen. Sehr pittoresk. Hier kommt man ohne schwimmenden Untersaatz zu einem Badevergnügen, das einem sonst nur mit Boot vergönnt ist. Und von der Taverne hat man einen direkten Blick darauf:

Blick von der Taverne auf Porto Limnionas.

Eine Kleinigkeit zum Lunch, bitte! Greek Salad geht  immer – und gerne ein paar Mezze. Eigentlich hätten wir uns wundern sollen, als uns der Kellner fragte, ob wir eh keine Vegetarier sind, denn Mezze sind ja meist Gemüse-Vorspeisen. Es kam dann aber eine dezente Schlachtplatte mit Pommes. Wir essen glücklicherweise alles – und alles gerne.

Vorischt, wenn wer in der Taverne von Limnionas Mezze bestellt. Das sind diverse Sorten Fleisch mit Pommes 🙂

Unglaublich, was sich in einem Tagesausflug alles ausgeht, nur zu den Schildkröten im Süden des Eilands haben wir es leider nicht mehr geschafft. Vor allem, weil man die tierischen Wahrzeichen von Zaka am besten per Boot auf der Schildkröteninsel Marathionisi erleben sollte. Ein andermal.

Bohali Ui, die Sonne geht schon unter – höchste Zeit, für den Sundowner! Ich persönlich glaube ja, wir haben tatsächlich die schönste Bar der Insel entdeckt. Genau oberhalb des Hauptortes Zakynthos (der übrigens mäßig schön ist) befindet sich das Diethnes in Bohali, das jeden Tag bei Schönwetter folgende Vorstellung bringt: diesen Ausblick.

Hafen von Zakynthos. Es gibt bezauberndere Orte in Griechenland.

Vielleicht war Zaka einmal schön, bis auf zwei alte Kirchen zu Ehren des Schutzheiligen der Insel – Dionysios (nach seinem Tod 1622 selig gesprochen, zahlreiche Heilungen sagt man ihm nach) –  ist davon nix mehr zu sehen. Die Shops laden nicht wirklich zum Einkaufen ein. Die Tavernen versuchen Idylle mit nervtötendem griechischen Folklore-Gedudel zu vermitteln. Aber, auch hier gibt es ein gallisches Gourmet-Dorf . Das Prosilio zwischen Hauptplatz und Hafen verführt mit einem romantischen Garten und verzaubert den Gaumen mit modernen mediterranen Spezialitäten. Fisch einmal anders, auch die Trüffel-Ravioli  haben sich schick gemacht. Hier feierten wir unseren 4. (amtlichen) Hochzeitstag am 23.6.

Moderne griechische Küche im Prosilio in Zakynthos Town lassen den Gaumen Purzelbäume schlagen.
Fine Dining in Zaka Town. Das Prosilio.

Eine Bootfahrt, die ist lustig … Was ich wirklch empfehlen kann, ist ein Ausflug mit einem kleinen Boot. Das ist auf Zakynthos leistbar. 6,5 Meter reichen völlig – im Preis (230 Euro für einen Tag) ist auch der Skipper und der Sprit inbegriffen. Wir wollten uns im wahrsten Sinne des Wortes treiben lassen und eintauchen – into the Big Blue. Jetzt schau ma uns mal die Schmugglerbucht und die blaue Grotte von unten an.

Die Shipwreck Bay von unten. Das Wasser – wie in der Badewanne.
Normal ist so viel los, dass man beim Schiffswrack nicht schwimmen kann, aber 2021 ist anders …

Früher hieß die Bucht Navagio und der Strand Agios Georgios. Berühmtheit erlangte beides allerdings erst, als im Oktober 1980 die „Panagiotis“ hier strandete. Die Gegend war seit jeher berühmt für Schmuggler. Der Frachter gehörte Schmugglern, die illegale Zigarettenladungen an Bord hatten und von der Küstenwache verfolgt wurden. Also leider keine spannende Captain Jack Sparrow-Geschichte!

Die blaue Grotte – eigentlich sind es mehrere kleinere. Darf man sich jetzt aber nicht wie die berühmten auf Capri vorstellen – als vorbeibrausende Kulisse allemal schön.

Die Blue Caves von Zakynthos – ein Teil des Meeres schimmert in “Tiffany”-Türkis

Das größte Vergnügen eines Bootsausfluges ist, mit dem Boot in einem Restaurant anzulegen. Wie gemalt ist die Taverne Mikro Nisi in der gleichnamigen Bucht, die für – no na – Fisch berühmt ist.

Mikro Nisi, eine Taverne wie gemalt. Auch per Auto erreichbar.

Ganz versunken in den griechischen Farben weiß und blue verabschieden wir uns von dir, du wunderschönes Griechenland! Mach’s gut, bis bald, das war endlich mal wieder eine Bride Mary on Tour!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.