Es gibt ein sehr schönes Sprichwort, das Patmos gut beschreibt: Geld schreit, Reichtum flüstert. Deshalb siedelten sich auf dem kleinen Dodekanes-Eiland auch die Ruhe suchende griechische Oberschicht sowie altösterreichischer Adel von den Schwarzenbergs bis Merans an. Willkommen auf Patmos!
Von oben hat die Insel Patmos die Form eines Seepferdchens, sagt man. Tatsächlich ist die Küste recht kurvig.

Hoch oben auf der Chora hat man das Gefühl, den Himmel berühren zu können. Tatsächlich ist man „dem da oben“ ganz nah, denn Patmos wird auch das Jerusalem der Ägäis genannt und zählt zu einem der bedeutendsten Zentren der orthodoxen Christen.

In der Höhle der Apokalypse zwischen der Chora und dem Hafenort Skala schrieb der Apostel Johannes das letzte Buch der Bibel – die Offenbarung. Dies ereignete sich 95 n. Chr. als ihn der römische Kaiser Domitian aufgrund seiner christlichen Predigt nach Patmos verbannte. Er hörte die Stimme Gottes aus einem dreifachen Riss im Felsen – diesen kann man tatsächlich heute noch besichtigen.


Seit tausend Jahren bewahren Mönche im Johannes-Kloster in der Chora sein Andenken. 1983 erklärte das griechische Parlament Patmos zur Heiligen Insel – die UNESCO 1999 zum Weltkulturerbe.




Tagsüber sind die Bars, Restaurants und Geschäfte des pittoresken Örtchens mit labyrinthartigen Gässchen und bezaubernden Steinhäuschen geschlossen. Erst wenn die Sonne schlafen geht, erwacht die Chora zum Leben.


Wer möchte, macht noch einen Abstecher zu den 3 Windmühlen, obligat für die manche Teile Griechenlands.
Am Hauptplatz gibt es abends nur ein paar Lokale. Zuerst empfehle ich einen Drink in Stoa Theo’s Bar, danach ein köstliches Dinner im Vaggelis.


Beachlife
Unten am Strand lässt man sich dann von der Sonne kitzeln. Auch hier wird gepilgert – von Beach zu Beach. All zu viele sind es aber nicht, die Insel ist angenehm klein und abgesehen von Juli und August auch nicht überlaufen.


Der Postkarten-Strand von Patmos nennt sich Psili Amos – und ist nur zu Fuß oder per Boot erreichbar. Ein gut halbstündiger Spaziergang mit Wow-Ausblick. Ab und zu säumt eine Ziege den Weg.
Wir kommen nach Grikos, wo mein kulinarisches Highlight für den Lunch zu finden ist. Die Taverne Plefsis, wo man mit Zecherln im Sand griechische Spezialitäten, aber auch Ceviche vom der Jakobsmuschel genießen kann.


Danach geht es zum Baden an den Petra Strand. Steinig, aber schönes, klares Wasser, mit Blick auf den Kalikatsou Fels und auf die vorgelagerte Insel Tragonisi.


Keine Sorge, natürlich gibt es auch Sandstrände. Uns gefiel es gut am Kampos Beach. Dort gibt es zwei Strandclubs. Einer ist schicker, wir bevorzugten den gemütlicheren “Sea’n’Sun”.


Und sehr schön zum Baden ist auch Agriolivado mit einer Taverne, die griechische Lässigkeit verströmt.

Gewohnt haben wir in Skala, denn hier hat es die meisten Lokale – und man kann sie in dem winzigen Hafen-Ort alle in wenigen Minuten erreichen.

Nie werden wir unser kleines „Mama Mia“ Häuschen vergessen.
Es ist nicht ganz einfach, Patmos zu erreichen, deshalb bleibt es immer noch ein bisschen ein Geheimtipp. Und das ist gut so.
Küsschen, eure Bride Mary on Tour
